Filmografie
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ID: 1166 
Arbeitstitel: Krabat
Produktionsjahr: 2011
Klassifizierung: Kinderfilm
Produktionstechnik: Silhouettenanimation
Laufzeit: 01:12:00
Altersempfehlung: 6
Bildformat: 1:1,77 [16:9]
Regie: Jörg Herrmann
Drehbuch: Hedda Gehm
Jörg Herrmann
Szenarium: Jörg Herrmann
Dramaturgie: Hedda Gehm
Dialoge/Texte: Hedda Gehm
Technische Leitung: Friedrich Herrmann
Figurendesign: Jörg Herrmann
Hintergrunddesign: Judith Andó
Kamera: Jörg Herrmann
Animation: Jörg Herrmann
Psaligrafie: Petra Herrmann
Compositing: Stefan Kutsche
Schnitt: Stefan Kutsche
Komposition: Manfred Mammitzsch
Ton: Manfred Mammitzsch
Geräusche: Manfred Mammitzsch
Sprecher: Thomas Schuch
Adrian Georgi
Produzent: Mediahaus Kreischa
Ausführende Firma: agentur invi
Auftraggeber: Domowina Bund Lausitzer Sorben e.V.
Beschreibung: Der Film erzählt die Geschichte des Krabat. Krabat ist ein kleiner Junge, der in der Zeit Ende 30jährigen Krieges in der Lausitz lebt. Er ist aufgeschlossen und wissbegierig und möchte unbedingt Lesen und Schreiben lernen. Als Kriegswaise wird er von den Lausitzern beschimpft und verachtet. Er macht sich auf den Weg nach Eutrich, ein Dorf in dem gute Menschen leben sollen. Im Hirtenhaus findet er neue Eltern. So wird er ein Hirtenjunge, der eine kleine Herde, bestehend aus einer Ziege und einer Gans versorgt. Die Wintersnot treibt ihn zu Bettelgängen durch die Lausitzer Dörfer und Städte, wo er Freundschaft mit dem Schuster, bei dem er das Lesen erlernt, und dem gleichaltrigen Juro schließt. Er trifft den Lehrling Matej beim Schmied und macht Bekanntschaft mit den gierigen Fleischhändler-Zwillingen sowie den gefürchteten, plündernden Landsknechten. Auch erfährt er vom Rumgeher, einem umherziehenden Händler, von den unheimlichen Geschehnissen in der Eismondnacht. Später gelangt er, von einem kranken Raben angelockt, in die Arme des schwarzen Müllers an der schwarzen Mühle. Er bleibt als Lehrling an der Mühle und arbeitet zusammen mit 11 anderen Gesellen. Erst allmählich begreift er, dass er sich mit dem Blutsiegel, mit dem er einen Vertrag unterzeichnet, nicht auf das Müllerhandwerk, sondern auf die Schwarze Kunst eingelassen und in die Fänge des Bösen begeben hat. Zwar findet er Spaß daran, das Zaubern zu erlernen und im "Koraktor" - dem "Buch der Bücher" lesen zu können, doch glaubt er bald schon, immerwährend in Rabengestalt Unheil über die Menschen bringen zu müssen, und seine Seele an den Fuhrmann ohne Kopf verloren zu haben. Aber die Liebe der Mutter ist der Schlüssel für seine Befreiung. Krabat kehrt nach Hause zurück. Mit dem Zauberbuch des Müllers zaubert Krabat im Hirtenhaus Reichtum herbei, aber froh kann darob keiner werden. Er begreift, dass fauler Zauber nicht froh macht, und dass schlussendlich der glücklicher ist, der keine Zauberei benötigt. In einem großen Zauberkrieg besiegt Krabat den Schwarzen Müller, erlöst die Müllergesellen und sich selbst von Prahlerei und Übermut. Als großer Zauberer der Lausitz säte er Mut und Gemeinsinn in die Köpfe und ließ aus der Hände Arbeit Reichtum und Frohsinn wachsen.
Quellen: Angaben vom Regisseur Jörg Herrmann
Anmerkungen: auch in niedersorbischer und obersorbischer Sprache, die Musik wurde gefördert durch die SLM
Erstaufführung: Kinderfilmfest SCHLINGEL, 2011