Filmografie
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ID: 2159 
Produktionsjahr: 1975
Klassifizierung: Kinderfilm
Produktionstechnik: Figurenanimation
Laufzeit: 00:13:36
Erstaufführung: 09.07.1976
Bildformat: 1:1,35 [4:3]
Regie: Werner Krauße
Drehbuch: Werner Krauße
Dramaturgie: Rudolf Thomas
Figurendesign: Volker Hartmann
Figurenbau: Willibald Hofmann
Bauten Design: Gottfried Reinhardt
Kamera: Siegfried Jung
Puppenführung: Werner Krauße
Schnitt: Eva d'Bomba
Komposition: Eberhard Weise
Ton: Heinz Kaiser
Sprecher: Heinz Draehn
Karl Brenk
Gisela Höhne
Produktionsleitung: Sigrid Weidhaas*
Hersteller: VEB DEFA-Studio für Trickfilme Dresden
Beschreibung: Eines Tages fängt ein Fischer einen sprechenden Fisch, der darum bittet, wieder ins Wasser zurückgeworfen zu werden. Aus Barmherzigkeit schenkt der Fischer dem Butt die Freiheit und als Dank dafür will der ihm einen Wunsch erfüllen. Der genügsame Fischer bittet um einen kleinen Kahn-und der Wunsch wird umgehend erfüllt. Zufrieden kehrt der Fischer am Abend mit reichem Fang zu seiner Frau Ilsebill zurück, der er von der Begegnung mit dem Zauberfisch berichtet. Ilsebill ist jedoch mit dem bescheidenen Wunsch ihres Mannes äußerst unzufrieden. Statt des winzigen Kahns hätte sie viel lieber ein schönes Fischerhaus und so drängt sie ihren Mann dazu, zum Fisch zurückzukehren, damit er ihren Wunsch umgehend erfüllt. Mit einer bösen Vorahnung fährt der Fischer wieder hinaus aufs Meer. Mit den entschuldigenden Worten "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, als ich wohl will" ruft er den Zauberfisch und trägt die aufgetragene Bitte vor. Der Fisch erfüllt diesen Wunsch jedoch umgehend, und als der Fischer nach Hause zurückkehrt, hat sich die Fischerhütte in ein schönes, großes Haus verwandelt.
Ilsebills Freude über das Haus währt jedoch nicht lange. Immer noch viel zu normal und einfach ist ihr das neue Heim. Sie will etwas Besseres, nämlich eine Villa, und als sie diese bekommen hat, verlangt sie ein Schloss. Jedes Mal fährt der Mann schweren Herzens zum Fisch hinaus aufs Meer, jedes Mal erfüllt der Fisch das Begehren der Fischerfrau. Mit ihrem vornehm-luxuriösen Prunkpalast ist Ilsebill zwar zufrieden-doch sie weiß, dass noch viele Wünsche in ihr schlummern. Ein letztes Mal schickt sie ihren Mann hinaus zum Fisch. Dieser soll zu ihr kommen, so dass er ihr jeden ihrer nie enden wollenden Wünsche sofort erfüllen kann. Ihr Mann sträubt sich, doch Ilsebill besteht darauf-immerhin habe der Fischer dem Fisch das Leben geschenkt und deshalb müsse der Fisch sie bedienen.
Wieder fährt der Fischer hinauf aufs Meer und überbringt dem Fisch nach langem Zögern den allerletzten Wunsch seiner Frau. Der Fisch willigt auch hier sofort ein. Mit den Worten "Ich komme" flutet er Ilsebills neues Zuhause mit Meerwasser, lässt den Palast wieder verschwinden und die Fischerfrau landet wieder vor ihrer bescheidenen alten Fischerhütte, in der sie zu Beginn der Geschichte gewohnt hat.
Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–1990. S. 446
Quellen: Übernahme aus dem Datenbestand der DEFA-Stiftung. Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–1990. S. 446
Anmerkungen: DEFA-FilmId: Q6UJ9A002N0P
Literarische Vorlage: Gebrüder Grimm: "Die Geschichte vom Fischer und seiner Frau", Märchen,
Bauten, Dekoration: Gottfreid Reinhardt, Puppengeststaltung: Volker Hartmann, Puppengestaltung-Ausführung: Willibald Hofmann