Filmografie
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ID: 2179 
Produktionsjahr: 1983
Klassifizierung: Abstrakter Film
Produktionstechnik: Figurenanimation
Laufzeit: 00:20:35
Bildformat: 1:1,35 [4:3]
Regie: Monika Anderson*
Drehbuch: Monika Anderson*
Szenarium: Monika Anderson*
Rudolf Thomas
Szenenbild: Henning Schaller
Ulrike Röhricht
Dramaturgie: Rudolf Thomas
Figurendesign: Irena Schaller
Willibald Hofmann
Kamera: Wolfgang Schiebel
Animation: Monika Anderson*
Schnitt: Hanna Fürst
Komposition: Karl-Ernst Sasse
Die Thüringer Folkloristen (Musikgruppe)
Ton: Manfred Mammitzsch
Sprecher: William Gade
Friedrich Wilhelm Junge
Fotograf: Wolfgang Schiebel
Produktionsleitung: Sigrid Weidhaas*
Hersteller: VEB DEFA-Studio für Trickfilme Dresden
Beschreibung: Ein König heiratet die Tochter eines armen Bauern, weil sie sich als besonders klug erwiesen hat. Auch als Königin vergisst sie den Stand nicht, aus dem sie kam, und steht einem Bauern bei, der durch ein leichtfertiges Urteil des Königs geschädigt werden soll. Der König verstößt seine Frau, aber sie darf mitnehmen, was ihr im Schloss das Liebste war. Auf dem Abschiedsfest macht sie ihren Mann betrunken und nimmt ihn mit. Dem König werden dadurch die Augen geöffnet. Voller Freude schließt er sein kluges Weib wieder in die Arme. (Quelle: Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–1990. S. 466/467.)

Das bekannte Märchen der Brüder Grimm von der klugen Bauerntochter, deren Liebe und Verstand groß genug sind, ihren Mann, den König, zu überzeugen, dass er eine bessere Frau als sie gar nicht finden kann. Voll skurrilem Witz und handfester Komik, auch heute noch frisch und modern in der Gestaltung: der perfekte Gute-Laune-Film! (Sabine Scholze)

Ein junger König schenkte einst einem armen Bauern ein Stück Land. Als der Bauer und seine Tochter den Acker umgraben, finden sie einen Mörser aus purem Gold, den der Bauer aus Dankbarkeit dem König bringen will. Seine Tochter warnt ihn vor diesem Schritt, denn sie ahnt, dass der König auch den dazugehörigen Stößel fordern wird. Es kommt, wie es die kluge Bauerntochter vorausgeahnt hat, und da der Bauer den Stößel nicht mitliefern kann, wird er vom König wegen Unterschlagung ins Gefängnis geworfen. In der Kerkerzelle jammert der Bauer, dass er seiner klugen Tochter doch hätte Glauben schenken sollen. Der König, neugierig geworden auf die angeblich so schlaue Bauerntochter, befiehlt, diese ins Schloss zu bringen. Er will selbst überprüfen, ob sie tatsächlich so klug ist. Dafür gibt er der Bauerntochter ein Rätsel auf. "Also höre", sagt der König, "komm morgen zu mir, Schlag zwölf. Jedoch komm nicht geritten, nicht gefahren, nicht gegangen, nicht gekleidet, aber auch nicht nackend. Wenn du das kannst, soll unverzüglich Hochzeit sein." Der klugen Bauerntochter gelingt des Rätsels Lösung problemlos – sie lässt sich unbekleidet in einem Weinfass ins Schloss tragen – und so wird sie Königin. Nur ein Versprechen fordert der König von seiner Frau: Er allein will über Land und Volk bestimmen. Und da die Bauerntochter so klug ist und der König ihr gut gefällt, verspricht sie es. Nach drei Jahren glücklichen Zusammenlebens sieht sich die Bauerntochter und Königin jedoch eines Tages dazu verpflichtet, sich in die Angelegenheiten des Königs einzumischen. Unter der Bedingung, dass sie nicht verraten wird, hilft sie mittels einer List einem Bauern, der aufgrund eines ungerechten Urteils des Königs um eines seiner Pferde gebracht wird. Der König kommt allerdings hinter den Vertrauensbruch seiner Frau und befiehlt ihr daraufhin, das Schloss zu verlassen. Zum Abschied macht er ihr das Angebot, das aus dem Schloss mitzunehmen, was ihr das Liebste ist. Beim Abschiedsessen ertränkt der König seinen Kummer über den Verlust seiner Frau im Wein. Als er daraufhin in tieferen Schlaf versinkt, rollt die kluge Bauerntochter ihn in einen Teppich und trägt ihn auf ihren Schulter in ihr Bauernhäuschen. Dort erwacht der König am nächsten Morgen verwirrt. Die kluge Bauerntochter gesteht ihm, dass sie nichts Lieberes und Besseres als ihn habe – und deshalb habe sie ihn und nichts anderes aus dem Schloss mitgenommen. König und Bauerntochter versöhnen sich und nach einem kleinen, liebevollen Zwist darum, wem nun die königliche Krone mehr gebühre, hat es niemals mehr Streit zwischen den beiden gegeben.
Quellen: Übernahme aus dem Datenbestand der DEFA-Stiftung. Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–1990. S. 466/467. Filmvorspann.
Anmerkungen: Musikdramaturgie: Addy Kurth,
Assistent [Atelierassistent]: Thomas Kühne.
Literarische Vorlage: Gebrüder Grimm: "Die kluge Bauerntochter", Märchen.
DEFA-FilmId: Q6UJ9A002LZD