Filmografie
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ID: 4381 
Produktionsjahr: 1964
Klassifizierung: Lehr-/Instruktionsfilm
Produktionstechnik: Zeichenanimation, Figurenanimation, Realfilm
Laufzeit: 00:02:10
Bildformat: 1:1,35 [4:3]
Regie: Kurt Weiler
Drehbuch: Irmgard Ritterbusch
Dramaturgie: Irmgard Ritterbusch
Kamera: Erich Günther
Animation: Kurt Weiler
Schnitt: Rita Blach
Produktionsleitung: Ingeborg Bissert
Hersteller: VEB DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme Potsdam-Babelsberg
Auftraggeber: Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Beschreibung: "Der Puppentrickfilm stellt mit Bezug auf das Märchenmotiv des Tapferen Schneiderleins den Kampf gegen die Fliegen als Überträger von Krankheit dar. Sauberkeit und Ordnung des Einzelnen tragen dazu bei, dass sich die Krankheitserreger im Alltag nicht verbreiten können. Als Verbreitungsweg der Erreger sind offener Abfalleimer in der Küche, offene Kinderflasche, offen stehende Lebensmittel wie Wurst und Kuchen visualisiert ("zeigende" Fotografien in Trickfilm einmontiert). Als Methoden der Bekämpfung werden Glasglocke für Frischnahrung und Spray ("Giftgas") genannt. Die Gefährlichkeit der Fliege wird mit dem Slogan "Krankheit und Tod durch dies Insekt" dramatisiert, Zeichnungen der Fliege weisen sie mit Pfeilen als Sitz von Erregern auf der Haut und in den Organen aus. Als Krankheiten werden Ruhr, Parathyphus, Typhus, Cholera, Brucellose, Spinale Kinderlähmung genannt. Leichtsinn wird kritisiert ("Doch mancher scheint die Gefahr nicht zu ahnen"): Fliegen sitzen mit ihren Larven auf Abfall, Toilette und Küche werden als miteinander durch Fliege verbundene Räume evoziert. "Lass uns keine Zeit verlieren, schnell die Fehler korrigieren."
Das richtige Handeln wird durch Reim rhythmisch dynamisiert: Das Schneiderlein stellt die Glasglocke auf den Schinken, Fliegengitter und roter Teller-Fliegenfänger werden eingeführt, Anwendung von Fliegenspray ("jetzt wird mit Giftgas attackiert, was unbedingt zum Siege führt"), auf der Straße wird gekehrt und der Müll in schließende Tonne oder Klärgrube gebracht. Die einfache Durchführbarkeit der Maßnahmen wird betont ("es kosten weder Geld noch Zeit die Ordnung und die Sauberkeit"). Im Mopedanhänger des Schneiderleins sind die Utensilien Fliegenklatsche, Fliegenteller, Fliegengitter enthalten. "Da wir nicht wissen, wann er zu Ihnen kommt, fangen Sie selbst damit an" schließt eine nun weniger alarmierte Frauenstimme. Puppen- und Zeichentrick sind kombiniert mit zeigenden realfilmischen Elementen und naturwissenschaftlichen Methoden, das nicht Sichtbare darzustellen." (Quelle: Sammlung online des Deutschen Hygiene-Museums Dresden.)
Quellen: Sammlung online des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. Filmsichtungsprotokoll (Sichtung im Hygiene-Museum durch André Eckardt, 15.12.2011).
Anmerkungen: Figur des tapferen Schneiderleins nicht identisch mit Weilers Märchenverfilmung,
viel Kameratrick, aber wenig Figurenanimation,
Sprecher