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ID: 143 
geb.:  21.03.1934  in Potsdam  (Deutschland, Berlin)
Biografie: Dipl.-Regisseur und Grafiker,
geboren 1934 in Potsdam-Babelsberg,
Vater Kurt Blümel war u. a. als Hintergrundgestalter bei der Deutschen Zeichenfilm GmbH tätig,
1952 Ferienjob im DEFA-Studio für Dokumentarfilme Potsdam-Babelsberg, wo der spätere Mitbegründer des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden, Johannes (Jan) Hempel, gerade den ersten DEFA-Puppenanimationsfilm "Frau Holle" dreht,
ab 1954 Grafiker und Bühnenbildner am Hans-Otto-Theater Potsdam.
In seinen Lehr- und ersten Arbeitsjahren erprobt und verfeinert Peter Blümel seine zeichnerischen Fähigkeiten. Er erlernt seinen akribischen Arbeitsstil, der ihm dennoch Freiräume für Improvisationen und Phantasie einräumt.
1957/58 zurück zum Film, Arbeit u. a. für das 1956 gegründete Puppenstudio des Deutschen Fernsehfunks (Werbung, Kinderfernsehen, animierte Zwischenblenden, Überleitungen und Spots für die Unterhaltungs- und die Sportredaktion, „gestaltete Schlager“),
ab 1974 Arbeit für die Abendgrüße des "Sandmanns", z. T. gemeinsam mit Kollegen wie Lauretta Rix, Alfred Thomalla oder Ingrid Wille, v. a. Flachfiguren- und Puppenanimation,
1980 Auszeichnung „Goldener Spatz“ beim Kinderfilmfestival Gera für Puppenanimationsfilm "Der Eierkuchenmond",
1980er Jahre Regisseur für "Sandmännchen"-Folgen,
1986–1999 Dozent für Animationsfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg, Mitarbeit an Aufbau und Etablierung eines Animationsfilmstudienganges.
21.10.2011–31.3.2012 Personalausstellung des DIAFs in den Technischen Sammlungen Dresden.
(Quelle: Ausstellungstafel-Text in DIAF-Ausstellung 2011/12)

"P. B. gelangte 1952 nach dem Schulbesuch ins DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme Potsdam-Babelsberg, zunächst als Bühnenhilfsarbeiter, dann als Assistent im Puppentrickfilm-Drehstab von Johannes Hempel. Lernte dort u. a. Gerhard Behrendt, Rosemarie Schulz (Küssner), Herbert K. Schulz und Kurt Weiler kennen. 1953/54 Studium für Industrielle Formgestaltung in Berlin-Weißensee; auf Empfehlung Gerhard Behrendts von 1954 bis 1956 Tätigkeit als Bühnenbildassistent am Potsdamer Hans-Otto-Theater, von 1956 bis 1958 Student an der Meisterschule für Kunsthandwerk Berlin-Charlottenburg (Fachrichtung: Ausstellungsgestaltung, Trickfilmklasse). P. B. beendete sein Studium u. a. durch den sich verschärfenden Ost-West-Konflikt nicht und fand sich 1957 als Assistent an der Seite von Gerhard Behrendt in der Redaktion Zeichen- und Puppensatire des DFF wieder, aber auch als Szenenbildner im DEWAG-Werbestudio für Herbert K. Schulz und Kurt Weiler. Neben einer ersten Mitarbeit am neuen Sandmännchen realisierte er Spots für Unterhaltungssendungen und für das "Wettermännchen". Ab 1959/60 inszenierte er eigene Werbefilme für die neue TV-Werbung ("Tausend Tele Tips"), wo er den legendären "Minol Pirol" ins Leben rief. Von 1964 an produzierte P. B. eine Vielzahl von Industrie- und Werbefilmen im eigenen Studio und war bis zum Ende der DDR mit Unterbrechungen als privater Filmhersteller tätig. Daneben immer wieder Arbeit für die "Abendgrüße" in denen er vor allem den Flachfigurentrick zur Blüte reifen lässt, und für "Unser Sandmännchen". Von 1986 an auch Lehrtätigkeit für die Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg.
Für die "Abendgrüße" war P. B. in unterschiedlichen Funktionen für folgende Serien verantwortlich: "Bällchen Roll", einige Episoden von "Plumps", "Polli und Molli", Spielzeugkiste", "Warum?" und "Weltraumabenteuer". Zudem zahlreiche Einzelfilme ("Vom Katzenkind und dem Frühlingswind" - 1978; "Der Eierkuchenmond" - 1980; "Wie die Bären das Bett der Sonne suchten" - 1983 u. a. m.), Fernsehbilderbücher, so "Vom Hähnchen und den roten Kirschen" - 1976, "Wie die Vögel zu ihren Farben kamen" - 1982) und Sandmännchen-Sonderfilme ("Rettung am Honigbach" - 1971; "Die diebische Pechmarie" - 1972; "Der Sandmann macht Mut" - 1972; "Rumpelstilzchens Schabernack" - 1973). Von 1987 an Regiearbeiten für ein gutes Dutzend von Sandmännchen-Rahmen (u. a. für die Frankfurt-, Magdeburg- und Neubrandenburg-Serien und die drei Gleiter-Filme - Lilienthal-, Schul- und Drachengleiter)."
(Quelle: Volker Petzold: Das große Ost-West-Sandmännchenlexikon. Berlin 2009. S. 29.)
Der Eselauftrag: Beratung
Der Eierkuchenmond: Regie
Drehbuch
Mr. Brown aus USA: Regie
Gesamtdesign
Minol-Pirol 1 / Hyzetöl: Gesamtdesign
Regie
Minol-Pirol 2 / Globo Lackbalsam: Gesamtdesign
Regie
Minol-Pirol 6 / Altöl: Regie
Gesamtdesign
Minol-Pirol 17 / Nachttank: Gesamtdesign
Regie
Tomatensaft: Gesamtdesign
Regie
Seemann: Regie
Spielzeugkiste - Rettungsaktion: Regie
Leo oder: Wer rastet, der rostet: Regie
Drehbuch
Animation