Personenverwaltung
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ID: 1753 
geb.:  09.08.1926
gest.:  27.11.1985  in Berlin  (Deutschland, Berlin)
Biografie: - geboren in Heydekrug/Ostpreußen (heute Šilutė/Litauen)
- nach Kriegsdienst und amerikanischer Kriegsgefangenschaft Ausbildung als Möbeltischler im thüringischen Sangerhausen,
- Arbeit als Requisiteur im "Jungen Ensemble" Weimar,
- 1953–55 Aufnahmeleiter, Regieassistent, Puppenführer im DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme Potsdam,
- Mitarbeit an den Filmen "Streichholzballade" und "Till Eulenspiegel und der Bäcker von Braunschweig" von Jan Hempel,
- 1955–58 Regisseur im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden,
- erster eigener Film, "Ausgang erlaubt", eine Satire auf die amerikanische Besatzungsmacht in der Bundesrepublik, wurde aus Qualitätsgründen nicht abgenommen,
- nach weiteren fünf Filmen Ausscheiden aus dem Trickfilmstudio, obwohl noch weitere pläne existierten, so die Kriminalsatire "Vorsicht! Falschgeld!" gegen "Schmutz- und Schundliteratur" und das Science-fiction-Sujet "Peter aus dem Mond", das 1959 von Hans-Ulrich Wiemer als "Abenteuer im All" realisiert wird,
- 1958–60 Tätigkeit in der DEWAG-Werbung (nachweisbar ist eine Mitarbeit an Puppentrickfilmen für den Rudolstädter "Steinbaukasten", für "Wittol", "Lotto-Toto", "Naturseide"-Produkte, Moped-Werbung) und beim DFF Berlin (Pausenfüller, "Wettermännchen"),
- 1960 Übersiedlung nach Berlin (West),
- Januar 1961 Gründung der Firma "Fernseh-Film-Produktion cinetrick",
- aktive Beteiligung an der Entwicklung des "West-Sandmännchens": etwa 75 Sandmännchen-Rahmen in Puppentrick und 1500 Gute-Nacht-Geschichten,
- des Weiteren: "Picoletto" (1966, Puppentrick-Weihnachtsfilm für das ZDF), Beiträge für die "Sesamstraße", Werbespots, technische Trickfilme, zwei oder drei Dokumentarfilme über Griechenland u. a.,
- Dezember 1974 Mitbegründer und 1. Vorsitzender des "Deutschen Trickfilmverbandes e. V.",
- nach dem Tod von Herbert K. Schulz versuchte seine Ehefrau Rosemarie Küssner gemeinsam mit der aus Dresdner Zeiten stammenden Freundin Ina Rarisch, die umfangreiche Bibliothek des Regisseurs (304 Titel) aus alter Verbundenheit dem DEFA-Studio für Trickfilme als Arbeits- und Studienmaterial zu übereignen; zuständiger DEFA-Außenhandel und Studio legten unüberwindbare Steine bürokratischer Natur in den Weg --> Sammlung wurde in Dresden "verschüttelt"
(Quelle: Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–1990. S. 517.)
22.09.2006–15.04.2007 DIAF-Ausstellung „Grenzgänger des Trickfilms – Herbert K. Schulz und Rosemarie Küssner“ (Personalausstellung)

"H. K. S. gehört neben Johannes (Jan) Hempel und Kurt Weiler zu den Mitbegründern des DDR-Puppentrickfilms. Zwischen 1955 und 1958 drehte er als Regisseur im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden sechs Filme ("Der kleine Häwelmann", "Des Kaisers neue Kleider", "Das Zauberfass", "Der Wunderdoktor", "Der Wunderbogen", "Ausgang erlaubt"). Im Jahre 1958 verließ er das Studio und arbeitete in Berlin (Ost) für die DEWAG-Werbung und für den DFF. Um den Jahreswechsel 1960/61 herum siedelte er nach Berlin (West) über, wo er laut Gewerbeanmeldung am 6. Januar 1961 die Firma "Fernseh-Film-Produktion cinetrick" gründete, die fortan die Basis all einer künftigen Produktionen wurde. Die für ihn größte Chance ergab sich durch die sich gerade zu jener Zeit vollziehende Umprofilierung der "Sandmännchen"-Sendungen im SFB, wenig später im HR und NWF/NDR. Geistiger Mitstreiter dabei war in den ersten Jahren der später sehr erfolgreiche Journalist und Publizist Wolfgang Venohr. Etwa zeitgleich arbeitete H. K. S. auch an den ersten Werbefilmen. Mit seiner Firma "cinetrick" produzierte er etwa 75 "Sandmännchen"-Vor und Abspänne in Puppentrick und annähernd 1500 "Gutenacht-Geschichten". Desweiteren bemühte er sich um ein intensives Merchandising. Darüber hinaus produzierte er u. a. den etwas längeren Puppentrick-Weihnachtsfilm "Piccoletto" (1966) für das ZDF, eine ganze Reihe Werbespots und technische Trickfilme sowie einige kleine Beiträge für die bundesdeutsche "Sesamstraße". Daneben drehte er von 1969 bis 1971 zwei, drei Dokumentarfilme über Griechenland, ein Land, dem er offenbar sehr zugetan war und in das er zeitweilig ganz übersiedeln wollte. Große Anstrengungen unternahm er 1973/74 gemeinsam mit anderen Kollegen zur Formierung einer überregionalen Organisationsform der Animations-Filmschaffenden in der Bundesrepublik Deutschland. Am 20. Dezember 1974 gründete er mit sechs weiteren Mitgliedern in Berlin (West) den Deutschen Trickfilmverband e.V., zu dessen erstem Vorsitzenden er gewählt wurde. (der zweite Vorsitzende wurde Michael Kruse) und dem zu H. K. S.s Lebzeiten insgesamt knapp 100 Mitglieder angehört haben dürften."
(Quelle: Volker Petzold: Das große Ost-West-Sandmännchenlexikon. Berlin 2009. S. 164/165.)
Das vergessene Püppchen: Puppenführung
Das Zauberfaß: Drehbuch
Regie
Puppenführung
Der kleine Häwelmann: Drehbuch
Puppenführung
Regie
Der Wunderbogen: Drehbuch
Regie
Puppenführung
Der Wunderdoktor: Drehbuch
Puppenführung
Regie
Des Kaisers neue Kleider: Regie
Drehbuch
Puppenführung
Ausgang erlaubt: Puppenführung
Drehbuch
Regie
Till Eulenspiegel und der Bäcker von Braunschweig: Puppenführung
Streichholzballade: Puppenführung
Herzlich willkommen!: Regie
NDR-Sandmann-Rahmen Kinderspielplatz: Regie
NDR-Sandmann-Rahmen Frühling: Regie
NDR-Sandmann-Rahmen Bauernhaus: Regie
NDR-Sandmann-Rahmen Herbst: Regie
NDR-Sandmann-Rahmen Sandmann und das Eichhörnchen: Regie
NDR-Sandmann-Rahmen Parkplatz: Regie
NDR-Sandmann-Abendgruß Adlerfeder hält Wort: Regie
NDR-Sandmann-Abendgruß Adlerfeder und das Eichhörnchen: Regie