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Johannes Hempel (Jan Hempel)
ID: 299 
geb.:  20.02.1917  in Bautzen  (Deutschland, Sachsen)
gest.:  19.06.1998  in Dresden  (Deutschland, Sachsen)
Biografie: 1935/36 Studium an der Akademie für Kunstgewerbe und Bildende Künste, Studienrichtung Malerei, Bühnen- und Kostümbild,
Architektur-Diplom in Dresden,
1936–41 Ausstattungsleiter an den Theatern Memel, Stuttgart und Plauen,
1941–46 Soldat im Zweiten Weltkrieg, Kriegsgefangenschaft,
1947 Ausstattungsleiter an den Theatern Bautzen und Zittau,
1949 Filmarchitekt in München,
1950/51 erster Puppentrickfilm "Wolf und Füchslein",
1951–53 Gastausstattungen an verschiedenen Theatern,
1955–61 beteiligt am Aufbau des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden, Ausbildung von künstlerischen und technischen Mitarbeitern,
1962 entlassen, zeitweilige Arbeitslosigkeit,
ab 1963 freiberufliche Tätigkeit als Szenen- und Bühnenbildner für den Deutschen Fernsehfunk, keramische Arbeiten, Wandbilder usw.,
1966–68 Libretto für ein Tanzspiel, dazu Gesamtausstattung, schriftstellerische Arbeiten (Kinderbücher),
1964–90 eigene Filmherstellerlizenz, Aufbau eines eigenen Studios, Werbe-, Informations- und Dokumentarfilme für Wissenschaft, Kultur und Industrie,
1966–82 Ausstattungsleiter des Staatlichen Ensembles für sorbische Kultur,
1987–89 Flachfigurenfilme für Abendgrüße des Kinderfernsehens ("Sandmännchen"),
1989–91 als Gast im DEFA-Studio für Trickfilme Gestaltung des Puppentrickfilms "Als es noch Wassermänner gab",
1992 Teilnahme an den Kurzfilmtagen Oberhausen und an den Internationalen Filmfesttagen "Pole Poppenspäler" in Husum,
1993 Teilnahme am Kinder-Film & Fernseh-Festival "Goldener Spatz" in Gera,
1998 Mitarbeit beim Aufbau der Personalausstellung für Jan Hempel "Vater des DDR-Puppentrickfilms" im Museum für Angewandte Kunst Gera.
(Quelle: Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–90. S. 507.)

"J. H. gehörte mit Herbert K. Schulz und Kurt Weiler zu den Vätern des Puppentrickfilms in der DDR. Nach einem Studium an der Akademie für Kunstgewerbe und Bildende Künste Dresden (Malerei, Bühnen- und Kostümbild) von 1939 bis 1948 war er Ausstattungsleiter an verschiedenen deutschen Theatern, unterbrochen von Wehrmachtsdienst und Kriegsgefangenschaft. Nach einer kurzzeitigen Tätigkeit als Filmarchitekt bei den Gebrüdern Diehl in München (1949) begann er, sich dem Puppentrickfilm zuzuwenden. Er war maßgeblich beteiligt am Aufbau einer DDR-eigenen Animationsfilmproduktion und schuf noch vor Gründung des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden (an dessen Aufbau er als einer der ersten Regisseure maßgeblich beteiligt war) eine Reihe von Puppentrickfilmen. 1962 fiel er nach dem misslungenen Langmetrage-Puppentrickfilm "Die seltsame Historia von den Schiltbürgern" (1961) und dem zunächst verbotenen Streifen "Zwei Lieder" (1962) in Ungnade und verließ das Studio. Nach einer kurzzeitigen Tätigkeit beim DFF wurde er 1964 freiberuflicher Filmproduzent mit eigenem Studio für Industrie- und Werbefilme in Dresden. Zwischendurch arbeitete er auch immer wieder als Theaterausstatter vor allem in seiner sorbischen Heimat, als Maler wie Buchillustrator und schuf einige Dokumentarfilme mit ebenfalls sorbischer Thematik. Im Jahre 1990 gelang es ihm noch, den Puppentrickfilm "Als es noch Wassermänner gab" zu realisieren.
Obgleich Jan H., wie er sich später nannte, nie unmittelbar an eigentlichen "Sandmännchen"-Produktionen beteiligt war, ist sein Einfluss auf die beiden wichtigsten Schöpfer, Gerhard Behrendt und Herbert K. Schulz (die beide bei ihm in die Lehre gegangen waren) unstrittig. Er selbst produzierte Mitte der achtziger Jahre noch drei Einzelfilme in Flachfigurentrick für die "Abendgrüße", von denen allerdings nur einer zur Ausstrahlung gelangte: "Vom Hähnchen, das nicht krähen konnte" (1984), "Robbi und Tulle Elefant" (1984) und "Die Straßenbahn, die einmal rodeln wollte" (1983, EA – 8. Februar 1984)."
(Quelle: Volker Petzold: Das große Ost-West-Sandmännchenlexikon. Berlin 2009. S. 76.)
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